IMMOBILIENBLOG

Freitag, 5. Februar 2016

Deutschland steht in den kommenden Jahren vor einer schweren Aufgabe. Zuzügler werden stetig mehr, das Wohnungsangebot steigt jedoch nicht in gleichem Maße. Allein das Stadtgebiet von Köln erwartet in den nächsten 15 Jahren ca. 80'000 Neubürger, die alle einen adäquaten Wohnraum benötigen.

Das Problem ist leicht erkennbar - der Platz ist beschränkt und der sogenannte "Speckgürtel" inzwischen bis an seine Grenzen der Belastbarkeit beplant. So heisst die Lösung aktuell "Verdichtung" des bestehendem Wohnraums in den Stadtvierteln durch eine höhere Ausnutzung, Aufstockung oder dichtere Neubebauung, um so das Wohnungsangebot kontinuierlich steigern zu können.

Allein durch Umnutzung, veränderte Erdgeschoss- und Untergeschossnutzungen und der kernigen Botschaft die gewachsenen Stadtviertel zu erhalten, wird noch kein neuer Wohnraum geschaffen. Es steht ausser Frage, dass die Wohnqualität in den Vierteln erhalten oder sogar verbessert werden muss, aber das darf nicht auf Kosten einer unerlässlichen demographisch bedingten Zunahme an Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten gehen.

Aus Fehlern anderer Städte sollte man jedoch lernen. So ist bei der Planung einer erweiterten wohnwerten Zukunft in und um die Stadt Köln auf keinen Fall die Infrastruktur zu vergessen. Die Menschen müssen auch in ihre Viertel kommen, sie müssen für ihren Lebensunterhalt sorgen, einkaufen, zum Arzt gehen oder die Kinder in die Schule schicken können. Bei höherer Verdichtung muss vordergründig an die Verkehrsinfrastruktur durch Strassen, Zuwegungen und öffentliche Verkehrsmittel gedacht werden, eine sinnvolle zukunftssichere Energieversorgung und Entsorgung.

Das alles möglichst in einer Weise, dass trotz eines "Mehrs" an Wohnungen und Häusern, durch eine Vielzahl von Naherholungsmöglichkeiten und ausgewiesenen Grünflächenareale das Leben in den Stadtvierteln noch Freude bedeutet und nicht nur schnödes Übernachten.


Autor: BRAUN IMMOBILIEN, Brühl